Wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich mit Oktober meine Ernährung auf Ketogen umgestellt.
Das bedeutet: ganz viel Fett, ganz wenige Kohlenhydrate und moderat Protein.
In meinem Fall sind das 131g Fett, max. 20g Kohlenhydrate und 74g Protein, was eine Gesamt kcal Anzahl von 1551 pro Tag ergibt.
Und mit dieser komme ich sehr gut klar.


Die ersten 6 Wochen habe ich mich ganz streng an diesen Plan gehalten. Mir hat der Podcast Keto for Women Show von Shawn Mynar sehr geholfen. Ich kann während meiner Arbeit mit Kopfhörern Musik oder eben auch Podcasts hören und so habe ich mir alle Folgen nach einander angehört. Sie geht speziell auf die Ketogene Ernährung bei Frauen ein, wie der Titel schon sagt und das fand ich super!

Dies hat mich unheimlich motiviert dran zu bleiben und natürlich auch die Tatsache, das sich auf der Waage endlich einmal etwas getan hat.
Ein paar Tage bei Freunden haben mich dann für insgesamt zwei Wochen aus dem Konzept geworfen. Habe dann aber gottseidank schnell wieder in den Plan gefunden und ihn dann bis Weihnachten auch durchgehalten, wobei ich nach den zwei Wochen Pause nicht mehr so streng war.
Denn nachdem ich den Podcast von Shawn Mynar fertig gehört hatte, habe ich einen neuen gesucht und bin mit The Keto Diet Podcast von Leanne Vogel schnell fündig geworden. Sie ernährt sich zwar auch Ketogen, aber nicht ganz so streng, ißt auch immer mal wieder mehr gesunde Kohlenhydrate.

Wobei beide mir die Augen geöffnet haben, das es ok ist, wenn man mal nicht nach Plan ist, nicht ärgern, kein schlechtes Gewissen haben deswegen, einfach gleich wieder Back to Fat und weiter geht es.
Kann diese beiden Podcasts nur wärmstens empfehlen, sind war auf Englisch, was mich aber nicht wirklich stört, da ich im Internet nahezu ausschließlich in englischen Foren unterwegs bin.
Nun warum ketogen ernähren? “Normalerweise” läuft der menschliche Körper auf Glucoseenergie, welche er aus der Aufspaltung der Kohlehydrate in der Nahrung gewinnt.
Entzieht man den Körper allerdings diese Kohlenhydrate, was man macht wenn man nicht mehr als etwa 20g davon zu sich nimmt, muss er sich nach einer anderen Energiequelle umsehen. Werden die Kohlenhydrate nun mit Fett ersetzt, beginnt der Körper dieses Fett in der Leber in Ketonkörper aufzuspalten und verwendet diese dann als seine Ernergiequelle. man spricht dann davon “in Ketose zu sein”.
Von “in Ketose sein” spricht man, wenn im Blut mehr als 0.5mmol/l Ketonkörper nachgewiesen werden können. Ein Wert zwischen 0.5-3.0mmol/l gilt als “normal”.
Wobei es egal ist ob man jetzt immer nur 0.5 oder 3.0 hat. Ist man in Ketose, dann ist man in Ketose.
Nach nur etwa einer Woche konnte ich die ersten Vorteile bemerken: Ich habe beseer geschlafen und mein Energietief, welches ich meistens so um 2 UHr Nachmittags hatte blieb aus. Nach etwa 2-3 Wochen hatte ich dann kein Hungergefühl mehr, musste mich täglich “zwingen” genug zu essen. Ich habe mich schon richtig auf meine fettigen Speisen gefreut und hatte keinerlei Gelüste nach Süßen oder Carbhältigen.Und natürlich das Ergebniss auf der Waage. Knapp 6kg waren es in den 12 Wochen.
Damit bin ich voll und ganz zufrieden.
(Sicher gibt es (Crash-)Diäten in denen man dieses Gewicht schneller verliert; aber mir war es sehr wichtig keine Diät zu beginnen, sondern eine Ernährungsform zu finden, die ich dann auch lange beibeghalten kann.)
Gottseidank war mir die sogenannte “KetoFlu” erspart geblieben. Während der Umstellung von Glucogene auf Ketogene Energiegewinnung kann es nämlich vorkommen, das man grippeähnliche Syptome entwickelt. Diese sollten aber schnell wieder vergehen, sobald der Körper umgestellt ist.

Richtig umgestellt bedeutet dann, das man Fettadaptiert ist. Bis dies geschehen ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden, die einen sind es nach zwei Wochen, bei anderen kann es auch Monate dauern.
“In ketose sein” und “fettadatiert sein” sind zwei unterschiedliche Zustände. Man wird durch “in Ketose sein” “fettadaptiert”, kann aber später dann “fettadaptiert” bleiben, ohne in Ketose zu sein (wobei wenn man länger nicht in Ketose ist, dann fällt man auch aus der fettadatiertheit)
Ein gutes Zeichen dafür das man Fettadaptiert ist sind eben wie oben beschrieben, kein Hungergefühl, keine Lust auf carbhaltige Speisen, der Gusto auf Fettiges.
Über die Feiertage (Weihnachen und Neujahr) hatte ich für mich beschlossen mich nicht ketogen zu ernähren. Es wäre schon möglich gewesen, aber ich wollte die Essenseinladungen und das Beisamensein der Familie einfach geniessen, ohne Stress wegen des extra Kochens.
Mir ist es gut und schlecht damit gegangen. Gut, weil ich mich nicht mit einem schlechten Gewissen deswegen geplagt habe, ich habe mich bewusst dafür dagegen entschieden und natürlich auch mit einem mehr auf der Waage gerechnet.
Schlecht, weil ich dadurch gemerkt habe wie sehr mir ketogene Ernährung gut tut, hatte durch das nicht ketogene Essen extreme Blähungen, konnte schlechter schlafen und hatte eigentlich pausenlos Hunger.
Mein Ziel für 2018? Mich zu mind. 95% ketogen zu ernähren.

Möglicherweise ist der Beitrag etwas konfus geraten, ich habe einfach alles was mir im Moment dazu eingefallen ist aufgeschrieben.
Ich hoffe ich konnte trotzdem einen kleinen Einblick in meine Ernährung geben. Sollten Fragen auftauchen einfach in den Kommentaren stellen, ich werde versuchen sie so gut es geht zu beantworten und in weiteren Beiträgen werde ich sicher noch genaueres zu diesem Thema schreiben.

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