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Motivation vs. Disziplin – Wie mache ich etwas zur Gewohnheit?

Oft liege ich Nachts schlaflos im Bett und mein Kopf will nicht abschalten. Wieder ein Tag an dem meine Ernährung nicht gepasst hat und ich dazu das Workout habe ausfallen lassen.

Und der Gedanke “Aber Morgen mache ich es richtig” um dann wahrscheinlich morgen Abend wieder die selben Gedanken wie heute zu haben, weil ich es doch wieder nicht geschafft habe mich aufzuraffen. Aber woran liegt es? Ich dachte immer es liegt an zu wenig Motivation. Doch das stimmt ganz und gar nicht. Ich bin motiviert hoch 1000. Was mir einzig und alleine fehlt ist (Selbst)Disziplin!

Wenn man etwas tun möchte gibt es generell zwei Möglichkeiten:

Die erste und am weitesten verbreitete ist, sich zu motivieren etwas zu tun.
Die zweite, weniger beliebte aber richtigere Wahl ist es, etwas mit Disziplin oder Gewohnheit zu tun.

Aber worin liegt denn bitte der Unterschied?

Motivation, im Großen und Ganzen, arbeitet mit der Annahme, dass ein bestimmter geistiger oder emotionaler Zustand notwendig ist, um eine Aufgabe zu erledigen.
Das ist völlig falsch und dumm. Warum muss ich die richtige Stimmung haben um mich gesund zu ernähren, um mein Workout zu erledigen? Sollte das nicht selbstverständlich sein? Es tun weil es getan werden muss, weil mein Ziel ein gesünderer Lebensstil und definierter Körper ist und dies eben nicht durch nichts tun zu Stande kommt

(Selbst)Disziplin, dagegen funktioniert unabhängig von Stimmungen und Gefühlen. 

Wenn das Handeln von Gefühlen abhängig ist, wird das Warten auf die richtige Stimmung zu einer besonders heimtückischen Form des Zögerns. Ich kenne das zu gut und wünschte, ich hätte schon eher erkannt, das es an (Selbst)Disziplin mangelt und nicht an Motivation. Es entsteht ein Teufelskreis: 

Ich mache es später.
Wieder nix gemacht.
Vielleicht sollte ich anfangen…
… aber ich bin nicht in der richtigen Stimmung!
Ich mache es später.
Wieder nix gemacht.
Vielleicht sollte ich endlich anfangen…
… aber ich bin nicht in der richtigen Stimmung!


Motivation lässt uns nur Dinge tun auf die wir gerade Lust haben. Das Problem ist dann folgendes: “Wie schaffe ich es mich so zu fühlen, dass ich das, was ich überlegt habe zu tun auch tun werde?” Reine Energieverschwendung darüber nachzudenken.

Aber wie mache ich meine Gefühle belanglos und erledige bewusst die Dinge die ich eigentlich tun will? Man muss die Verbindung zwischen Gefühl und Handlung auflösen und die Dinge trotzdem tun. Das gute Gefühl kommt dann von alleine, allerdings erst im Nachhinein.

Klingt einfach so wie es da steht. Aber wie genau ich das schaffen kann und soll muss ich erst mal herausfinden.

Ganz ohne Motivation geht es aber nicht denke ich. Denn erst durch die Motivation weiß ich was ich tun will und was ich zu einer (Disziplin) Gewohnheit machen möchte. Ich sage mir jeden Tag 100 Mal, dass ich etwas ändern will und ich weiß auch was ich ändern will und wie. Ich habe Vorbilder denen ich auf diversen Social Media Kanälen folge und die zeigen das man es schaffen kann. Mehr Motivation geht doch nicht, oder? Und trotzdem tue ich nichts.

Alleine das Fehlen an (Selbst)Disziplin/Gewohnheit lässt mich immer wieder aufs neue scheitern.

Meine Motivation ist leider meist nur von kurzer Dauer. Sie muss immer wieder erneuert werden. Schnell werde ich durch andere Dinge abgelenkt.
Sie ist wie ein Aufziehauto. Einmal aufgezogen und losgelassen fährt es eine gewisse Strecke, bleibt dann aber stehen, bis man es wieder aufzieht. Es wäre natürlich super, wenn man diese “Aufziehenergie” speichern könnte um sie dann in dem Moment, in dem sie benötigt wird, nutzen zu können. Doch so funktioniert es leider nicht.

Im Gegensatz dazu ist Disziplin/Gewohnheit wie eine Maschine, die, einmal gestartet kontinuierlich Energie liefert.

Produktivität braucht keine notwendigen psychischen Zustände. Für konsequente, langfristige Ergebnisse muss die Disziplin/Gewohnheit die Motivation übertrumpfen!

Ich weiß im Moment noch nicht wie ich diese ganze Sache angehen werde. Das sind einfach die Gedanken die mir Nachts um 23:38 durch den Kopf geistern.

Ich werde weiter darüber berichten was ich zu dem Thema erarbeite und heraus finde, würde ich mich über einen kleinen Kommentar sehr freuen, wenn dich das Thema interessiert.

 

I am not yet me, but on a journey to get there...

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